Probebohrungen in Jülich und Rohbau am Campus in Düsseldorf

Bei uns geht es aktuell mit großen Schritten voran: In den vergangenen Wochen sind gleich zwei wichtige Meilensteine auf dem Weg zu unserem ersten Mini-Modulhaus erreicht worden. Zum einen wurden auf unserem Grundstück in der Tiny-House-Siedlung in Jülich die geplanten Probebohrungen und Bodenprüfungen durchgeführt. Zum anderen wurde der Rohbau unseres ersten Moduls produziert und an den Campus der Hochschule Düsseldorf geliefert.
Die Probebohrungen in Jülich waren ein wichtiger Schritt, um die geplante Gründung des Hauses vorzubereiten. Da unser Mini-Modulhaus auf Einschlagfundamenten stehen soll, wurde zunächst sorgfältig geprüft, ob der Boden für diese Gründungsart geeignet ist und die späteren Lasten zuverlässig aufnehmen kann. Die Ergebnisse sind sehr positiv: Der Untergrund erfüllt die Anforderungen und bildet damit eine gute Grundlage für die nächsten baulichen Schritte vor Ort. Für uns ist das besonders wichtig, weil Einschlagfundamente gut zu unserem Konzept passen: Sie ermöglichen eine stabile Gründung, ohne eine klassische Betonplatte zu benötigen, und unterstützen damit unser Ziel, möglichst ressourcenschonend und rückbaubar zu bauen.
Parallel dazu ist auch am Campus der Hochschule Düsseldorf ein großer Schritt sichtbar geworden: Der Rohbau unseres ersten Moduls wurde angeliefert und steht nun vor Ort bereit. Damit wird aus vielen Monaten Planung, Abstimmung und Vorbereitung erstmals ein realer Raum. In den kommenden Wochen übernehmen wir den Innenausbau des Hauses. Dabei geht es nicht nur um Dämmung, Technik und Ausstattung, sondern auch um die Frage, wie auf kleiner Fläche eine hohe Wohnqualität entstehen kann. Funktionalität, Ästhetik, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit sollen dabei eng zusammengedacht werden.
Auch die technische Ausstattung und Messtechnik werden nun weiter vorbereitet, damit das Haus später im Reallabor nicht nur bewohnt, sondern auch wissenschaftlich begleitet untersucht werden kann. Im Fokus stehen unter anderem Fragen zur Gebäudeperformance, zum Innenraumklima, zum Energieverbrauch und zur Nutzung des Hauses im Alltag.
Ende September soll das Mini-Modulhaus schließlich auf das Grundstück in Jülich ziehen. Dort laufen bereits die Vorbereitungen, damit der Standort passend zu unserem Konzept gestaltet werden kann. Neben der technischen Erschließung und Vorbereitung des Untergrunds soll auch das Grundstück selbst weiterentwickelt werden – als natürlicher und qualitativer Außenraum, der das Wohnen im Minihaus ergänzt und zeigt, wie Innen- und Außenfläche auf begrenztem Raum sinnvoll zusammenspielen können.
Mit den erfolgreichen Bodenprüfungen und der Anlieferung des ersten Moduls sind wir nun an einem Punkt angekommen, an dem die Idee Schritt für Schritt baulich erfahrbar wird. In den nächsten Wochen entsteht aus dem Rohbau ein bewohnbares Minihaus, bevor es dann nach Jülich zieht und dort in die nächste Phase des Forschungsprojekts startet.





